
Organspendeausweis wird 40
Es gibt ihn nun seit 40 Jahren: ein kleines Stück Papier, das Leben rettet.
Er ist klein und kann doch so Großes bewirken: der Organspendeausweis. Seit nunmehr 40 Jahren rettet das "Ja" auf dem kleinen Stück Papier im Falle des Falles Leben und ist ein Symbol der Nächstenliebe und Solidarität mit den 12.000 Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Am 3. November 1971 wurden die ersten deutschen Organspendeausweise ausgegeben. Seit dieser Zeit steht er für eine selbstbestimmte Entscheidung, mit der man seinen Angehörigen im Ernstfall eine schwere Last abnimmt. Denn die Bereitschaft zur Organspende wird in Deutschland nicht offiziell registriert, sondern sollte im Organspendeausweis festgehalten werden.
Gesetzliche Grundlage ist die erweiterte Zustimmungslösung, die derzeit noch in Deutschland gilt. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keine Entscheidung für oder gegen eine Organspende getroffen, wird die Familie um eine Entscheidung gebeten und in einer schwierigen Situation der Trauer und Verzweiflung mit dieser zusätzlich belastenden Frage konfrontiert. Schon aus diesem Grund sollte jeder seine persönliche Entscheidung festhalten und innerhalb der Familie besprechen. Mit dem ausgefüllten Ausweis kann jeder sicher sein, dass seinen Wünschen in Fragen der Organspende entsprochen wird.
Die Zahl der Ausweisinhaber ist in den vergangenen 40 Jahren kontinuierlich gestiegen. Hatten 2001 laut Umfragen zwölf Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis, so hat sich die Anzahl seitdem verdoppelt. Nach den neuesten Umfragen ist die Zahl der Ausweisinhaber laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf über 20 Prozent angewachsen.
Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation
Organspendeausweis
Das Ausfüllen des Organspendeausweises ist ein völlig unbürokratischer Akt, der kaum Mühe bereitet und hier erfolgen kann. Das erstellte PDF-Dokument kann gleich ausgedruckt werden. Es ist auch möglich, die Erklärung einfach nur auf einem Bogen Papier formlos festzuhalten. Eine testamentarische Erklärung wäre jedoch nutzlos, da ein Testament zu einem Zeitpunkt eröffnet wird, der für eine Organentnahme zu spät ist.
Organspendeausweise sind in vielen Arztpraxen und Apotheken erhältlich. Sie können den Ausweis aber auch bestellen oder die interaktive Version auf dieser Homepage ausfüllen und ausdrucken.
Hier finden Sie das PDF-Dokument zum Ausdrucken.
PDF-Dokument [127.0 KB]
GIOS - Gemeinnützige Interessengemeinschaft OrganSpende e.V.

